Unsere Projekte
Eine Geschichte in drei Kapiteln.
Drei Waldflächen in Norddeutschland — gekauft, entwickelt, beobachtet. Auf dieser Seite: wie es begann, wo wir stehen, was noch kommt.
Warum diese drei, warum beieinander? Größere zusammenhängende Flächen lassen ganzheitliche Ökosystemleistungen entstehen — und erst ab rund 75 Hektar ist eine eigene Bejagung möglich, ohne die keine Naturverjüngung gelingt. Deshalb kaufen wir arrondiert, und deshalb liegt Alt-Zachun in der Nähe von Kirch-Jesar. Hier wird nicht gesammelt, sondern komponiert.
Zeitstrahl
Drei Ringe. Drei Wälder.
Jeder Wald hinterlässt seine Spur als Jahresring. Die drei hervorgehobenen Ringe stehen für die drei Erwerbungen der Waldfreunde — von innen nach außen, wie die Zeit von Kern zur Borke wächst. Ein Klick auf einen Ring öffnet das Kapitel.
- Stockelsdorf (2021)
- 13,5 ha · Schleswig-Holstein · Erste Waldfläche, Beginn der Waldfreunde
- Kirch-Jesar (2022–25)
- 97 ha · Mecklenburg-Vorpommern · Größte zusammenhängende Waldfläche
- Alt-Zachun/Hoort (2025)
- 123 ha · Mecklenburg-Vorpommern · Größter Erwerb (123 ha)
Stockelsdorf
Der Wald in Stockelsdorf ist der flächenmäßig kleinste, aber historisch interessanteste Standort der Waldfreunde. Ende der 1990er Jahre wurde er durch Aufforstung ehemaliger Landwirtschaftsflächen angelegt. Was damals als Kulturfläche begann, hat sich seither zu einem jungen Laubwald mit verschiedenen heimischen Baumarten entwickelt.
Die Fläche liegt nördlich von Lübeck — in unmittelbarer Nähe des Lübecker Stadtwaldes, der als Wiege des Lübecker Modells gilt. Diese Nachbarschaft ist kein Zufall: Knut Sturm, früherer Forstamtsleiter des Lübecker Stadtwaldes, war Pate des waldbaulichen Konzepts der Waldfreunde.
| Vorher | Ziel |
|---|---|
| Aufforstungsfläche (vormals Landwirtschaft, Ende 1990er Jahre) | Naturnaher Laubmischwald nach Lübecker Modell |
Kirch-Jesar
Mit 97 Hektar ist Kirch-Jesar der forstlich anspruchsvollste Standort. Der Wald liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern — einer Region, die von ausgedehnten Kiefernmonokulturen geprägt ist.
Der Erwerb erfolgte in mehreren Tranchen: erste Flächen Ende 2022, weitere Zugänge 2023 und 2025. Ziel ist der schrittweise Umbau der Kiefernmonokultur zu einem stabilen, artenreichen Laubmischwald nach dem Lübecker Modell.
| Vorher | Ziel |
|---|---|
| Kiefernmonokultur | Heimischer Laubmischwald mit Buche, Eiche und Edellaubholz |
Alt-Zachun / Hoort
Der jüngste Erwerb umfasst zwei Gemeinden nahe Kirch-Jesar: Alt-Zachun und Hoort, ebenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die 123 Hektar bestehen aus 73 ha Kiefernwald und 50 ha Ackerfläche — langfristig zur Umwandlung in Wald vorgesehen.
Arrondiert ergibt sich eine Eigenjagdfläche von rund 123 Hektar. Für naturnahe Waldentwicklung ist eigene Bejagung unverzichtbar: Nur wenn der Wildbestand auf die ökologische Tragfähigkeit abgestimmt ist, kann natürliche Verjüngung gelingen.
Der Acker, der Wald wird
50 der 123 Hektar sind heute noch Acker — offene Fläche, seit Generationen bewirtschaftet. Hier entsteht Wald, wo lange keiner stand: Die Erstaufforstung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen ist neben der Entwicklung bestehender Wälder unser zweites Standbein.
Wir sagen ehrlich dazu: Das ist ein Vorhaben in Jahrzehnten. Was in den ersten Jahren zu sehen sein wird, sind Pionierarten, Gebüsch, junge Birken — kein Wald wie aus dem Bilderbuch. Genau so beginnt jeder Wald.
| Vorher | Ziel |
|---|---|
| Kiefernwald (73 ha) und Ackerfläche (50 ha) | Arrondierte Eigenjagdfläche; Waldumbau und Umwandlung der Ackerfläche in Wald |
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